Parlano di Noi

Friuli via dei sapori

Marzo 2003

Äpfel: die Traube Karniens

Ich war schockiert – weil ich das nicht erwartet hab – in eine Keller in Verzegnis hereinzugehen, nach dem Weg durch die Wälder – und nicht Weingütern – die schnell hinaufführt, Kurve nach Kurve, und der Lauf des Tagliamento immer tiefer. Ich war überrascht von dieser Keller, wo man nicht das Duft des Weins sondern das von Äpfeln atmet: ein langes, süßes Duft von reifen Apfel. Ich war sehr zufrieden als ich die Verarbeitungen der Önologie zu den Äpfeln angepasst gesehen habe: aber nicht die industriellen Kenntnisse, sondern die von raffinierten Önologie, wo die Weingütern – Apfelgarten in diesem Fall – das Herz ist, die Ernte – hier die Sammlung – das naturell lassen – hier auch. Ich behaupte seit Jahren wie in unserer Zeitspanne der Wein besser war: seit der Ankunft der mechanischen Önologie – vom Kenntnis der Prozesse, der Philosophie des reinen Produktes und wenn man das bearbeitet, ist nur für die Kontrolle der Temperatur – die mechanische Önologie, sagte ich,  die die chemische weggeschickt hat: halleluja! So beim Elisio Da Pozzo: Hauptmann des Apfelsaftes und –Weins von seinem Garten bekommen. Ich war neugierig und unser Gespräch war wie eines unter alte Freunde. Ich schreibe nur das wichtigste, weil den Rest wird von seinen Säften erzählt. Als Weinbauer, der sein Arbeitsleben dem einheimischen Traubevarietäten aus Friaul gewidmet hat, habe ich ihm gefragt ob er auch mit den einheimischen Äpfeln arbeitet, er sagt: „Natürlich! Und weißt woher diese Idee kommt? Die Ortsbewohner haben mir immer ihre Äpfel aus den alten Gärten (es gibt viele davon) gebracht, ich habe ihnen den Saft  gemacht und in der Flasche wiedergegeben. Das Jahr danach kehrten sie mit noch mehr Äpfel und das ging weiter, weil der Saft war so gut, dass sie überredete. Ergebnis: die Wiederentdeckung eines alten Getränkes und die Rückforderung von großartigen Bäumen, das größte Teil älter als 40-50 Jahre, die nicht benutzt wurden; das heißt die Wiesen rein behalten und die Umwelt, die wieder als Garten lebt. Aus diesen Feststellungen und der Möglichkeit diese Pflanzerbe zu retten, ist der Saft von einheimischen Äpfeln aus Karnien geboren.

Das ist Elisio:

Und aus so ein sensibler und zukunftsweisender Mensch ist ein Modellbetrieb geboren, Ecomela La Carnica, das gemeinsam mit seinem Bruder Franco im 1989 gegründet hat. Im 2000 das Laboratorium und die Keller. Im Obstgarten hier in Verzegnis, habe ich ca. 20% Abweichung gehabt habe, wegen der Kunden, die einen Fleck auf dem Apfel mit schlechter Qualität verwechselt haben. Ich habe mir gedacht: diese Äpfel sind perfekt, warum muss ich sie schmeißen? Es ist Mord. Und dann habe ich die ersten 600 Flaschen gefüllt. Ich habe die völkische Tradition gefolgt: als Kind war ich beim Meister der Apfelsaftproduktoren in Verzegnis zu helfen: Rico Zanier, der mit seiner Frau Marina hat mit der Kelter –die selbe vom Wein – gearbeitet und wir Kinder haben ihm immer die Äpfel gebracht. Da war ich neugierig und als ich mein Saft wartete, hab ich ihm geholfen. Dann durch Kenntnis und Wissenschaft, auch mit der Zusammenarbeit mit der Universität Udine und Professor Zironi (der Önologie und Agrarwissenschaft lehrt). Das Ergebnis ist das gleiche vom Wein: eine verkürzte Produktionskette. Ich verarbeite die Äpfel von meinem Garten und verkaufe sofort das Produkt, das ich kriege, ohne Erpressungen aus der großen Produktion: ich wache jedes Prozess über, ich verkaufe, mit meinem Saft, auch meine Lebensphilosophie und den Respekt vor der Umwelt.“ Danach hat Elisio auch Most und Apfelessig verarbeitet. Aber das ist die Folge der Geschichte. Die weiter geht. Es war wichtig, das zum schreiben anfangen.

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